Kommandanten-Dienstversammlung
Die alljährliche Versammlung der Kommandanten und ihrer Stellvertreter der 170 Feuerwehren aus dem Landkreis fand dieses Jahr in der Gemeindehalle in Westheim (Gemeinde Illesheim). Alfred Tilz konnte eine ganze Reihe von Ehrengästen, auch aus der Blaulicht-Familie, von BRK oder THW, begrüßen. Ihre Grußworte nutzten Illesheims Bürgermeister Roland Scheibenberger und MdL Werner Stieglitz, sich bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihren wertvollen Dienst und die unzähligen Stunden, sei es für Ausbildung, Übung oder im Einsatzdienst, herzlich zu bedanken. Werner Stieglitz: „Die Freiwilligen Feuerwehren sind eine tragende Säule in unserer Sicherheitsarchitektur.“
Dies war auch das Credo des stellvertretenden Landrats Reinhard Streng bei seiner Ansprache. Streng stellte dabei auch die einzelne Einsatzkraft in den Vordergrund, „der Mensch macht den Unterschied“, der sich im Feuerwehrdienst mit immer neuerer Technik und steigenden Anforderungen auseinandersetzen muss. Sein Dank galt auch den Kommunen, die ihren Feuerwehren moderne Ausrüstung für ihre wachsenden Aufgaben an die Hand geben.
In seinen Ausführungen zur Personalstärke in den Feuerwehren führte Alfred Tilz aus, dass der Frauenanteil bei den 5781 Aktiven bei rund 12 Prozent im Landkreis liegen würde. Bei der Nachwuchsarbeit berichtete der Kreisbrandrat von einer erfolgreichen Arbeit bei den Jugendfeuerwehren und einer steigenden Anzahl an Kinderfeuerwehren im Landkreis. Trotzdem hat die Nachwuchswerbung und -gewinnung für Tilz weiterhin oberste Priorität: „Sicherlich ist die Nachwuchswerbung sehr umfangreich und aufwendig, aber ohne Nachwuchs gibt es in Zukunft kein Personal“. Eine Aufgabe, der sich die Kommandanten stetig stellen sollten.
Qualifiziertes, motivierte und gut ausgebildete Einsatzkräfte der Feuerwehren befanden sich im vergangenen Jahr 1.759 mal im Einsatz, berichtete Tilz, davon 521 mal in Brandeinsätzen und 1.070 mal bei technischen Hilfeleistungen. Der Kreisbrandrat: „Alleine im Einsatzdienst wurden 2024 rund 27.000 Stunden ehrenamtlich geleistet, um Menschenleben zu retten und Sachwerte zu schützen“. Um die vielfältigen Aufgaben in der Ausbildung und beim Einsatzgeschehen im Landkreis zu bewältigen, kann Tilz auf 20 Kreisbrandmeister für Fachaufgaben oder Dienstaufsicht und auf vier Kreisbrandinspektoren zurückgreifen, ebenfalls auch alles im Ehrenamt. So arbeiten hier Fachleute für Atemschutz oder Digitalfunk, Einsatzpläne oder den vorbeugenden Brandschutz, Lehrgänge oder Technik eng mit den einzelnen Feuerwehren im Landkreis zusammen oder bündeln entsprechende Aus- und Fortbildungsangebote.
Und, die Feuerwehr im Landkreis geht in Zukunft in die Luft. Als neues Einsatzmittel steht für die Feuerwehren im Landkreis, innerhalb der nächsten Wochen, eine nagelneue Drohne zur Verfügung. Tina Ruppe, Fachbereichsleiterin Brand- und Katastrophenschutz, Gewerbe- und besonderes Sicherheitsrecht im Landratsamt, stellte den anwesenden Kommandanten das neue Schmuckstück in der Theorie vor. Im Anschluss an die Versammlung zeigte das neue Fluggerät sein geballtes Können über der Gemeindehalle in Westheim. Bedenken, die Feuerwehr würde abheben, wurden allerdings schnell zerstreut. Der Tenor der Veranstaltung: „Wir alle sind ein Team, eine Mannschaft, für die Sicherheit der Bürger, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.“
Es folgte die Jahresverbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Neustadt a.d.Aisch – Bad Windsheim. Für das Jahr 2025 sind durch den Kreisfeuerwehrverband folgende Aktivitäten geplant: die Unterstützung des Kinderfeuerwehrtags, des Kreisjugendfeuerwehrtags und des Wissenstests für die Jugendfeuerwehr, die Erstellung der Landkreisfeuerwehrbroschüre und Fahrsicherheitstrainings werden durchgeführt, die FwESi-Ausbildung wird fortgesetzt.